Meitz
Volker Meitz wurde 1974 nahe Hamburg geboren und bekam seine ersten
Klavierstunden mit acht Jahren. Später wechselte er von der Klassik
zum Jazz und hatte bald seine erste Funk & Soul-Band. Daneben
mischte musikalisch er in der Computerszene mit und veröffentlichte
auf dem längst zum Kult avancierten Commodore C64 fast 100 Musikstücke!
1995 zog Volker nach Berlin - eigentlich, um etwas zu studieren,
das überhaupt nichts mit Musik zu tun hatte. Allerdings tauchte
er ziemlich schnell in die lokale Musikszene ein, und das funktionierte
so gut, daß er sich entschloß, doch lieber Musiker zu
werden. Meitz spielte mit Elektronik / Acid Jazz und Trip Hop Acts,
aber checkte auch die Tanzflure der Clubs. Als Teil der damals noch
schmalen Schnittmenge zwischen DJ - und live-orientierter Musik
tourte er mit einem der ersten deutschen live-Drum’n’Bass
Sound Systems Analogue Freestyle durch Deutschland. Im damals noch
hippen Berliner Club „Delicious Doughnuts“ traf er irgendwann
Jazzanova, die gerade ihren Label/Kreativpool Sonarkollektiv aufbauten
und ihn fragten, ob er ein Stück für die „Delicious
Doughnuts Compilation Vol. 2“ machen wolle. Gesagt, getan,
und Meitz‘ allererste richtige Produktion wurde direkt veröffentlicht,
ohne daß er groß „klinkenputzen“ mußte.
Bald formierte Volker sein eigenes Projekt und benannte es nach
seinem Nachnamen - Meitz. Als eine der ersten Veröffentlichungen
auf Sonarkollektiv wurde bereits sein 1999‘er Debut-Vinyl
„Africa EP“ ein Club-Hit, ebenso die Nachfolge-Maxi
„Africa Remixes“. Der Titelsong „(Mayibuye I)
Africa“ ist bis heute Meitz‘ erfolgreichstes Stück
und gilt bereits als Klassiker, was die Lizensierung auf weltweit
über 20 Compilations unterstreicht. Großen Anteil hieran
hat der südafrikanische Sänger Vido Jelashe, der dem Stück
seine Stimme verlieh und mit Meitz seitdem live und im Studio zusammenarbeitet.
Die 2001 folgende EP „Get On Up / Mandelbrot“ featurete
die U.S.-Berliner Soul/R’n’B-Sängerin Esther Cowens.
Wie auf vorigen Veröffentlichungen bewies die Verschiedenheit
der Stücke Meitz‘ Vielseitigkeit, während sich aufgrund
seiner allgemeinen Funkyness langsam Remix-Anfragen regten. Daraus
resultierten z.B. Tracks wie die 80er-Boogie-Version von „Outta
Space“ für in-House-Act Daniel Paul, Tracks für
Kruder & Dorfmeister’s Seitenprojekt Peace Orchestra,
die Japaner Chari Chari, sowie kürzlich für den Soundtrack
zum brasilianischen Film „City Of God“. Daneben arbeitete
Meitz an seinem ersten Album und war gleichzeitig Session-Keyboarder
und Produzent für andere Acts wie Jazzanova, Georg Levin, Phonique
und Dixon.
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Als das Album „Vertikal“ Anfang 2003 endlich fertig
war, unterschrieb Meitz beim Frankfurter Label Infracom!, deren
aktuelles Profil recht gut zu seinem aktuellen Status paßt.
Meitz sieht sich an der Schnittstelle zwischen elektronischer und
handgemachter Musik - stilistisch vielseitig, fusioniert er Elemente
funktionaler Clubmusik mit sowohl klassischen als auch außergewöhnlichen
Zutaten aus Harmonie, Rhythmik und Sound, womit er eine weitere
Brücke zwischen diesen beiden Polen schlägt.
Was auch für seine Live-Band gilt - eine achtköpfige
Besetzung mit zwei Sängern, die einiges an Elektronik benutzt,
aber ohne vorgefertigte Loops oder sonstiges Playback daherkommt.
Die Spannung wird ähnlich einem DJ-Set aufgebaut, und die Band-mäßige
Umsetzung gelingt sogar bei Stücken anderer Acts, die nie in
dem Gedanken produziert wurden, überhaupt live gespielt zu
werden.
Wer glaubt, Volker’s musikalische Aktivität ist auf
seine Meitz-Identität beschränkt, der irrt. Er ist Keyboarder
bei verschieden Acts - von Soul/R’n’B-Sängerin
Della Miles (die schon mit Whitney Houston und Stevie Wonder arbeitete)
bis zur Finnisch-Deutschen Gitarrenpop-Band Roger Flavour. Er produziert
andere Bands wie die Berliner Jazz Indeed, und ab und zu macht er
Filmmusik.
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